New York 2002 / 2003

New York, New York...       Anfang Dezember Outlook-Berichte

Das Leben wäre doch langweilig, wenn nicht ab und zu mal etwas Bewegung reinkommt....

Samstag, 23. November 2002, ein ganz normaler Samstag in Nöda, einem kleinen Ort mitten in Thüringen...

18:00 Uhr: Das Telefon klingelt...

"Ich brauche einen Mann in Amerika, hast Du Lust?"

"Witzbold!"

"Doch - wart's ab. Ich biete Dich an..."

"ja ja.... "


Sonntag, 24.November 2002, ein ganz normaler Sonntag in Nöda, einem kleinen Ort mitten in Thüringen...

18:00 Uhr: Das Telefon klingelt...

"Alles klar - Du sollst Dienstag in New York sein!"
 


Damit begannen spannende Wochen mit viel Arbeit, aber auch vielen Erlebnissen...
 

 
Dienstag ging organisatorisch nicht, musste also doch Mittwoch werden.
Aber Mittwoch gegen Mittag, Flughafen Frankfurt, rein in den Jumbo und ab nach Amerika!

Aufgabe: Für eine große deutsche Bank die E-Mail-Kommunikation für die Niederlassung New York und die Zweigstellen Los Angeles und Chicago einrichten..
Termin: ASAP

Keine Sorge - das wird kein Arbeitsbericht, die Erlebnisse in Amerika sollen geschildert werden!
 
Nachmittag Ortszeit, Ankunft auf dem John F. Kennedy Airport, dem Größten der drei Flughäfen im Einzugsbereich von New York. (www.panynj.gov)

Wer den Frankfurter Flughafen kennt, weiß wie groß ein Flughafen mit 2 Terminals sein kann.
"JFK" hat derer 10...

Wer dort das erste mal ankommt, vertraut sich am Besten einem Taxi-Fahrer an und lässt sich nach New York
reinbringen.

Erste Überraschung:
Es gibt Festtarife für die Fahrt von JFK zu jedem beliebigen Punkt in Manhattan: 35 Dollar.

Ich hatte Glück: Einen Taxifahrer erwischt, der englisch konnte
(nicht unbedingt zwingende Voraussetzung, um in New York Taxifahrer zu werden...) und gleich eine Sightseeing-Tour draus machte, also die Sehenswürdigkeiten auch während der Fahrt erklärte.

Erster Eindruck: Highways, Autos, Autos, Autos - und irgendwie dann doch am Hotel abgesetzt: Mitten in Manhattan, in Downtown, direkt an der Wall-Street.
 
Blick aus dem Hotelfenster

 

Hier der erste Blick aus dem Hotelfenster...

 
Chase Manhattan Bank

 
 


 
Hotel also mitten zwischen den Wolkenkratzern, Blick direkt auf die Chase Manhattan Bank.

Die ersten Tage waren erstmal voll mit Arbeit, aber dann war es doch möglich, mal ein paar Schritte im Financial District zu tun.

Keine 500 m vom Hotel weg war schon "Ground Zero", die große Grube, die übrig geblieben ist vom World Trade Center nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

Wer dies erstmal gesehen hat, hat zumindest mehr Verständnis für die Reaktion der Amerikaner.

Ground Zero - sicherlich irgendwann mal wieder Baustelle für neue Wolkenkratzer, ist derzeit ein einziges Mahnmal.

Alle - die New York in diesen Tagen besuchen, pilgern zu dieser Gedenkstätte, um ihre Anteilnahme für den Tod tausender unschuldiger Menschen zum Ausdruck zu bringen...
 
Mahnmal am Ground Zero

Am Ground Zero (Zaun an der Kirche)

 













 

Als Europäer glaubt man immer, Wall Street, Börse, Broadway - alles riesengroß - aber der ganze Financial District, die Südspitze von Manhattan, ist innerhalb weniger Minuten zu erlaufen.

Natürlich überall das pralle Leben.

New York ist sicher die Stadt mit den teuersten Parkplätzen der Welt, aber hier fahren eben auch die größten Limousinen der Welt. Mir ist es nicht gelungen, auch nur einmal zu sehen, wie ein derartiges Fahrzeug in eine Tiefgarage fährt. Die Stretch-Limousinen müssen da aufsetzen...
 
Müllentsorgung

 
New York ist überhaupt eine Stadt der Gegensätze. Hier der Luxus, wenige Meter weiter, noch auf dem Broadway, Berge von Müll. eine geordnete Müllentsorgung scheint es nicht zu geben.

Berge von Müll, verpackt in schwarze Müllsäcke, werden abends auf den Fußweg geworfen. Vor manchen FastFood Restaurants dann so viel, dass man nur noch auf der Straße dem Müllberg umgehen kann. Irgendwann, auch Tage später, kommt dann die Müllabfuhr und wirft alles in den Schlund großer Müllautos.

 
Stretch-Limousine auf dem Broadway

 
Drei Schritte weiter versuchen zwei Offiziere der Heilsarmee die Passanten von ihrem Seelenheil zu überzeugen...

 
Heilsarmee

 


 
Anfang Dezember:
Wir sind erstmal nach New Jersey umgezogen. Im kleinen Ort Rutherford ist das Hotel, in Carlstadt das Rechenzentrum, wo wir die nächste Zeit zubringen werden.

Das Wetter ist gekippt, innerhalb eines Tages erhebliche Schneefälle.

Abends, bevor es ins Hotel ging mit dem Mietwagen, musste erstmal das Auto freigeschaufelt werden...
 
In Carlstadt - es schneit...

 

New Jersey ist ein eigener Bundesstaat, von Manhattan getrennt durch den Hudson River.

Man hat den Eindruck, dass dort, wo in Europa Felder und Wälder die Ortschaften trennen, hier diese Aufgabe von unendlichen Industriegebieten wahrgenommen wird.

Eine Ortschaft geht übergangslos in die andere über, man kann kilometerweit einer Hauptstraße entlang fahren und wechselt die Orte, ohne dass man es merkt.

An einem Wochenende endlich mal etwas Zeit gewonnen, um einen Bummel "in den Ort" zu machen. gar nicht so einfach, denn Amerika ist das Land der Auto´s und man hat den Eindruck, alles was mehr als 100m sind, wird mit dem Auto zurückgelegt. Unendliche Highways und keine Fußwege...

Nur in den unmittelbaren Siedlungsgebieten dann Straßen mit Fußwegen. Die Häuser überwiegend aus Holz gebaut, einfach, aber praktisch.
 
Rutherford

 











 
Rutherford

 









 
Rutherford

 










 

Ein Wochenende später, wir waren immer noch in New Jersey, nutzte ich die Gelegenheit, mit dem Nahverkehrszug bis zum Hudson zu fahren, und dann mit der Fähre nach Manhattan überzusetzen.

Die Fähren sind ein wichtiges Verkehrsmittel. In der Regel als Katamaran gebaut, sind sie für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt und überqueren den Hudson in wenigen Minuten.

Das Wetter regnerisch, aus den tief liegenden Wolken taucht die Skyline von Manhattan auf.
 






 








Der Pier ist direkt am Süden von Manhattan, gleich danach beginnt dann der Broadway.
 




 






Überall Lichter, Weihnachtsbäume im vollen Schmuck. Man hat den Eindruck, dass das um diese Jahreszeit doch etwas triste New York das künstliche Licht förmlich braucht...



30 min den Broadway entlang, und schon bin ich in Chinatown.

Das sprudelnde Leben... Hier wird mit Allem gehandelt, was sich irgendwie verkaufen läßt.
 




 














Da kann der Platz noch so klein sein - zur Not reicht ein auf den Bürgersteig gestellter Hocker, um die Waren feil zu bieten..

Chinatown ist allein schon eine Reise wert...

Eigentlich müßte es ja längst Asia-Town heißen, denn neben Chinesen sind Thailänder, Vietnamesen, Koreaner, Inder hier längst zu haus.

 


 
Wenn auch sonst New York nicht unbedingt als preiswert zu bezeichnen ist, in Chinatown gelingt es einem immer wieder, "Schnäppchen" zu machen, Sachen, die man auf dem TimesSqare kauft, hier zu einem Drittel des Preises zu bekommen...


New York ist einfach faszinierend....


 

Outlook Reiseberichte (zum Lesen ist ein installiertes Outlook 2002 - 2007 notwendig!) ZIP

8.12.2002 Lagebericht aus der Provinz

4. Advent in NewYork

Ein paar Bilder außerhalb von Reiseberichten

Tatsächlich - es ist Weihnachten in New York

Heilig Abend am Big Apple

Neijahrsessen im Balthazar

Reisebericht 16. - 17.12.2002

Samstag 28.12.2002 – ab in die Provinz

Samstag abend in New York

Samstag in Brooklyn