Trend Micro European Channel Conference Venice 2000
Venedig sehen und sterben - na ja - die Realität ist doch etwas anders...
10. + 11.April 2000 Venedig: Trend Micro ruft die Europäischen Partner zur Konferenz in Venedig. Montag und Dienstag sind dafür also vorgesehen.
Da wir am Freitag noch ein Meeting in Berlin haben, nutzen wir (Heike als Prokurist und Willmar als GF) die Trend Micro Konferenz, um bereits am Samstag privat nach Venedig zu fahren, wann kommt man sonst schonmal dazu....
Freitag abend steigen wir also in den Nachtzug in Berlin, verschlafen die Fahrt durch Deutschland, haben dafür aber den gesamten Samstag für eine herrliche Fahrt mit der Bahn durch die österreichischen und italienischen Alpen.
Wenn man sonst nur mit dem Auto durchfährt, hat man ja selten die Zeit und
den Blick, mal links und rechts zu schauen.
Kurz vor Zielankunft fuhr der Zug über einen großen Damm und hielt in Venedig, raus aus dem Bahnhofsgebäude und mit dem Willen beseelt, ein Taxi zum Hotel zu bestellen. Nix da - kein Taxi, statt großem Bahnhofsvorplatz gab es die Kaimauer und dann schon Wasser.... Allerdings schon Busse und Taxis - aber eben "Wasser"-Busse und "Wasser"-Taxis.
Schnell bekamen wir raus, dass zu unserem Hotel ein "Bus" fährt,
wir stiegen ein und machten damit schon unsere erste Sta
dtrundfahrt.
Auf einmal ging es raus aufs offene Wasser zu einer Insel "..der Schönen
und Reichen" - auf der wir neben vielen Tennisplätzen und Privatflughafen
auch unser Hotel fanden.
Das Hotel phantastisch, im maurischen Stil erbaut, an der Vorderseite zugänglich über einen Privathafen, an dem diverse Wassertaxis anlegten, an der Rückseite direkter Zugang zum Mittelmeer, ganz ohne Ebbe und Flut, einfach Treppe runter, Sand, Meer...
Dies war also unser Konferenzhotel.
Samstag abend erkundeten wir noch die Insel, Sonntag nahmen wir dann ein Wassertaxi und fuhren rüber nach Venedig.
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Eine Stadt im und am Wasser, wer vom Bürgersteig runter geht, tritt nicht
auf die Straße, sondern hat 10 cm unter sich Kanäle und Meer. Beindruckend -
nicht nur die vielen Kanäle, sondern eben auch, wenn
Hochsee-Luxus-Dampfer
am Kai anlegen und die Häuser im Schatten des großen Dampfers dunkel werden.
Jetzt wundert man sich nicht mehr, dass der Markusplatz über Wochen unter
Wasser stehen kann, der Meeresspiegel ist einfach nur wenige Zentimeter unter
dem Niveau des Platzes, das Wasser kann ganz leicht in jede Tür schwappen...
Natürlich gehört zum Programm der Canale Grande und die Seufzerbrücke und
eine Fahrt mit dem Gondolliere sollte man auch unternehmen. Allerdings - hier
weiß wohl jeder, dass der Tourist seine
Währung
wohl in "Wassereimer voll Lire" umtauscht, die Preise sind utopisch
und wer ordentlich feilscht,
bekommt
den Preis beim Gondolliere auf einmal zur Hälfte.
Wir erfuhren das allerdings erst hinterher und sind jetzt schlau zumindest
für's nächste mal... 
Nachdenklich stimmt, dass Venedig wohl in einigen hundert Jahren im Meer versunken sein wird, die Venezianer scheinen das jetzt schon zu berücksichtigen, denn für Werterhaltung und Rekonstruktion der welthistorisch einmaligen Bauwerke wird nur an ganz wenigen Touristenzentren wie dem Markusplatz Geld ausgegeben, aber wer mit der Gondel mal hinter den Fassaden lang fährt, ist erschrocken...
"Venedig sehen und sterben..."? - Gesehen haben muss man es, solange man es noch kann....
Ach so - die Konferenz am Montag und Dienstag war wichtig und interessant, aber Konferenz-Papiere kann man bei www.trendmicro.de besser nachlesen...
Dienstag Abend ging's per Flieger zurück nach Deutschland - Venedig war schon ein Erlebnis für einen, der sonst nur die Erfurter Krämerbrücke als Kulturerbe kennt...